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Azzedine Alaïa. The Eye of the Collector

Ein Mann, schwarz gekleidet, drapiert ein weißes Kleid an einer Schneiderpuppe

MoMu beleuchtet das Schaffen und die Leidenschaft Azzedine Alaïas anhand seiner Kreationen, seines Arbeitsprozesses und einer Auswahl aus seiner Sammlung architektonisch gestalteter Mode.

Practical information

Description of the exhibition

Azzedine Alaïa war ein virtuoser Couturier, der sich gezielt in die Techniken der großen Modeschöpfer der Vergangenheit vertiefte. Seine leidenschaftliche Suche nach Wissen veranlasste ihn, die eigenen Grenzen stetig zu erweitern, anstatt sich mit anderen zu vergleichen. Die Sammlung, die er als kenntnisreicher Sammler anlegte, zeugt von dieser Leidenschaft, in der sich die Kunst des Schnitts, das Modellieren und die kreative Erfindungsgabe zu einer harmonischen Einheit verbinden.

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Von all den Couturiers und Designer*innen, die er bewunderte, gehörte seine Aufmerksamkeit vor allem denjenigen, deren architektonische Entwürfe für Kleider, Jacken und Mäntel auf besonders lebendige Weise gestaltet waren. In einer Familie, zu der auch Madeleine Vionnet, Jeanne Lanvin, Cristóbal Balenciaga, Charles James, Adrian, Claire McCardell, Madame Grès, Jacques Fath, Christian Dior, Comme des Garçons, Jean Paul Gaultier und Thierry Mugler gehörten, schrieb Azzedine Alaïa seine eigene Modegeschichte, geprägt von der Souveränität der Linienführung und der Kunst des Zuschneidens.

Auch andere Namen und bisweilen vergessene Modehäuser zogen seine Aufmerksamkeit auf sich. Bei der Entscheidung, welche ihrer Kleidungsstücke er aufbewahrte, ließ er sich stets von demselben Grundsatz leiten: Ob von schlichter Eleganz oder zu harmonischer Komplexität verfeinert, die Kreationen wurden aufgrund der Virtuosität ihrer handwerklichen Ausführung in seine Sammlung aufgenommen.

Schnittmuster und architektonisch anmutende Toiles bildeten die Bausteine, mit denen Azzedine Alaïa meisterhaft arbeitete. Er sammelte sie auch als Manifeste einer Disziplin, die er gerne zwischen Wissenschaft und der Poesie der Kleidung verortete.

Die Ausstellung Azzedine Alaïa. The Eye of the Collector blickt zurück auf diese Praxis und Leidenschaft. Sie vereint eigene Werke Azzedines mit verschiedenen Phasen seines Arbeitsprozesses, die diese Leidenschaft illustrieren, sowie mit einer Sammlung von Entwürfen großer Meister der Haute Couture. Veranstaltet wird die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Foundation Azzedine Alaïa.

Am Projekt beteiligte Personen
Gastkurator: Olivier Saillard
Kuratorin MoMu: Romy Cockx

Teaserbild: Azzedine Alaïa drapiert ein Kleid von Madeleine Vionnet, 1998 © Foto: Patricia Canino